Berufsbildungspolitik

Der Berufsbildungsbericht

Der Berufsbildungsbericht

Bildung in Deutschland 2016 - Anhaltende Expansion zu höherer Bildung und Probleme im unteren Qualifizierungsbereich

Mit dem Bildungsbericht 2016 werden – wie in den jährlichen Vorgängerberichten – bereichsübergreifend der Entwicklungsstand und Fortschritte des Bildungssystems dokumentiert und aktuelle Herausforderungen benannt.

Die Nachfrage nach formal höher qualifizierenden Bildungszertifikaten in Deutschland ist ungebrochen hoch und steigt weiter. Der Bildungsstand der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich verbessert, es werden mehr allgemeinbildende und berufsqualifizierende Bildungszertifikate erworben. Der Anteil von Personen mit einer Hochschulzugangsberechtigung oder einem Studienabschluss ist weiter gestiegen und wird sich voraussichtlich auch weiter erhöhen.

Demgegenüber stehen Jugendliche und junge Erwachsene, die maximal einen Hauptschulabschluss erwerben oder ohne eine berufliche Qualifikation in das Erwerbsleben starten. Diese Gruppen sind trotz positiver Entwicklungen weiterhin zu groß und steigen in jüngster Zeit aufgrund der von Zuwanderung von Schutz- und Asylsuchenden auch wieder an. Hinzu kommt, dass Personen aus sozial weniger begünstigten Familien sowie junge Menschen mit Migrationshintergrund in der Gruppe der formal gering oder nicht Qualifizierten überdurchschnittlich stark vertreten sind. An den Effekten steigender Bildungsbeteiligung partizipieren demnach nicht alle gleichermaßen.

http://www.bildungsbericht.de/de/bildungsberichte-seit-2006/bildungsbericht-2016

Der Kurzbericht

Eine DGB-Pressemitteilung hierzu: Brauchen gesellschaftlichen Bildungsaufbruch:
http://www.dgb.de/presse/++co++0b63ff44-33a0-11e6-b697-525400e5a74a

 

Reform Weiterbildung in der AMP

"Weiterbildung in der Sackgasse"
Geringqualifizierte werden es künftig auf dem Arbeitsmarkt schwer haben, lauten die Prognosen. Um sich über Bildung in eine bessere Ausgangslage zu bringen, werden die Rahmenbedingungen aber zusehends schlechter, bemängelt der Arbeitsmarktforscher Gerhard Bosch.

Der vollständige Artikel zum downloaden: http://www.vdi-nachrichten.com/Management-Karriere/Weiterbildung-in-Sackgasse

Im vorstehenden Berufsbildungsbericht sind Aussagen bzw. Hinweise ab Abschnitt 3.8 (Seite 118 ff - Anschluss und Aufstieg - Brücken bauen zwischen Aus- und Weiterbildung und zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung) zu finden, auf die Verbindungen zum Artikel hergestellt werden können.

Im Berufsbildungsbericht ist auf Seite 121 zu lesen:
Zur Erschließung aller Potenziale für qualifizierte Facharbeit gilt es insbesondere gering Qualifizierte mehr für berufliche Weiterbildung zu motivieren und ihren Zugang zu Weiterbildungsangeboten zu verbessern. Vor diesem Hintergrund rücken berufliche, betriebliche und auch allgemeine Weiterbildung in den Fokus der Bildungspolitik,  um die Weiterbildungsbeteiligung  insgesamt  zu erhöhen,  die  Teilnahme  bislang  unterrepräsentierter  Bevölkerungsgruppen  zu  steigern  sowie  die organisatorische  und  inhaltliche  Gestaltung  der  Weiterbildung  zu  verbessern.  Bund,  Länder  und Kommunen müssen dazu gemeinsam Verantwortung übernehmen, ebenso wie die Sozialpartner als zentrale Akteure der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung.

Quelle: http://www.sozialpolitik-aktuell.de/arbeitsmarkt-berichte.html