Politische Themenfelder

Allianz für Aus- und Weiterbildung

Allianz für Aus- und Weiterbildung

Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Das Informationsportal der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen hat seinen „Dritten Bericht zum Anerkennungsgesetz 2016“ veröffentlicht. Der Fact Sheet zum Anerkennungsbericht 2016 bietet neben Informationen zur Beratung von Flüchtlingen u.a. auch Angaben zu Neuanträge, Abschlüsse der Anerkennungsinteressierten und Zielberufe und vieles mehr.

Quelle: https://www.anerkennung-in-deutschland.de

 

Spitzentreffen der Allianz für Aus- und Weiterbildung

In der im Dezember 2014 geschlossenen Allianz für Aus- und Weiterbildung engagieren sich Bund, Länder, die Bundesagentur für Arbeit, Wirtschaft und Gewerkschaften dafür, mehr jungen Menschen als bisher den Start in eine qualifizierte Berufsausbildung zu ermöglichen. Bei ihrem diesjährigen Spitzentreffen nach 18-monatiger Allianz-Laufzeit am 2. Juni 2016 haben sie Bilanz gezogen und die Arbeitsschwerpunkte für die nächsten Monate vorgelegt.

Ziel ist es, für einheimische wie geflüchtete Menschen

  • ein hohes Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen sicherzustellen,
  • den Ausbildungspfad mit seinen unterstützenden Instrumenten weiter zu stärken,
  • die Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt anzugehen,
  • die Qualität der dualen Ausbildung weiter zu stärken,
  • die Attraktivität der beruflichen Bildung auch mit Blick auf leistungsstarke Jugendliche zu erhöhen,
  • Qualifikationen besser sichtbar zu machen und die Datenlage mit Blick auf Flüchtlinge zu verbessern,
  • die Nachqualifizierung auszubauen,
  • Berufsschulen auch als Ort der Sprachvermittlung zu unterstützen,
  • die duale Ausbildung in die digitale Zukunft zu führen und
  • den Erfahrungsaustausch zu stärken sowie für duale Ausbildung zu werben.

Gegenwärtig sind 80.000 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, 270.000 stecken in Maßnahmen im Übergang von der Schule in die Ausbildung fest - oft ohne Aussicht auf einen Berufsabschluss. Auf der anderen Seite sind nach Angaben der Agentur für Arbeit rund 41.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Das trifft vor allem jene Branchen, die durch ihre schlechten Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen auffallen.

Ziel der Allianz ist es vor allem die betriebliche Ausbildung zu stärken. Jugendliche, die Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung haben, müssen besonders unterstützt werden, unter anderem durch den Ausbau der Assisitierten Ausbildung und der ausbildungsbegleitenden Hilfen. In Branchen, die für junge Menschen wenig attraktiv sind, soll die Qualität der Ausbildung verbessert und damit die Nachfrage erhöht werden.

In den nächsten Jahren werden voraussichtlich auch Geflüchtete verstärkt Ausbildungsplätze nachfragen. Die Allianz hat darauf frühzeitig reagiert und konkrete Maßnahmen in Berufsvorbereitung und Ausbildung vereinbart. Aber auch hier gilt, notwendig ist der vollwertige Berufsabschluss. Schmalspurausbildungen, die für prekäre Arbeitsverhältnisse qualifizieren, bieten keine Perspektive für Geflüchtete.

Weitere Informationen zu der heute verabschiedeten neuen Allianz-Erklärung "Gemeinsam die Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt angehen - Zehn Arbeitsschwerpunkte für eine starke berufliche Bildung" sowie zu der Bilanz der Allianz-Maßnahmen sind als pdf-Datei unter http://www.aus-und-weiterbildungsallianz.de abrufbar.