Strategien

Arbeitsmarktprognose 2030

Arbeitsmarktprognose 2030

Eine strategische Vorausschau auf Demografie, Beschäftigung und Bildung in Deutschland

Wie sieht der Arbeitsmarkt in 20 Jahren aus?

Was müssen Politik, Unternehmen und Arbeitskräfte tun, um den demografischen Wandel zu bewältigen und im internationalen Wettbewerb zu bestehen? Antworten auf diese Fragen bietet eine neue Studie, die im Rahmen eines vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) beauftragten Projekts entstanden ist.

Unter Beteiligung des Fraunhofer IAO hat ein Projektkonsortium in der Prognose »Arbeitsmarkt 2030« Fachexpertisen und Szenarien für Kompetenzen auf dem deutschen Arbeitsmarkt entwickelt. Diese beschreiben das mögliche Verhalten der Arbeitsmarktakteure und der politischen Institutionen in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit und im Umfeld einer internationalen Wirtschaft. Für Unternehmen eignet sich die Publikation als Kompass für die strategische Unternehmensentwicklung.

Die Besonderheit der Prognose besteht in ihrer Detailtiefe. So unterscheidet das verwendete Arbeitsmarktmodell 44 Wirtschaftszweige, 88 Berufsgruppen und 27 Fachrichtungen beruflicher Bildung. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der unterschiedlichen Verteilung der Beschäftigung über verschiedene Qualifikationsebenen, abhängig von entscheidenden Faktoren wie zum Beispiel der Arbeitsorganisation.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich Deutschland von einer Dienstleistungs- in eine Wissensökonomie wandeln wird, mit neuen Arbeitsplätzen in Unternehmensdienstleistungen, Finanzdiensten sowie in Erziehung, Gesundheit und Sozialwesen. Das verarbeitende Gewerbe, Handel, Verkehr und der öffentliche Dienst werden Arbeitsplätze verlieren.

Gleichwohl  stehen  die  Betriebe  mit  einem  hohen  Anteil  an  dual  ausgebildeten  Arbeitskräften  vor dem Problem, dass der Zustrom aus der beruflichen Ausbildung deutlich abnehmen wird.

So wird in Fortführung der Publikation "Arbeitsmarkt 2030“ mit der Prognose 2014 für das Handlungsfeld Bildung und Qualifizierung vorgeschlagen, diesem Problem durch den Aufbau  eines strukturierten,  zertifizierten,  allgemeinen  Weiterbildungssystems  zu  begegnen.  Hier sind vor allem Klein-  und  Kleinstbetriebe und ihre Interessenvertretungen  gefordert, den Nachwuchs durch den Ausbau der dualen Ausbildung für  Erwachsene  zu  sichern.  Ebenso  sollten  die  Hochschulen  stärker dazu  beitragen,  durch eine duale Hochschulbildung und andere Formen der beruflichen Weiterbildung das Nachwuchsproblem zu lösen.