Dokumentationen

Bundesregelungen für die Weiterbildung

Bundesregelungen für die Weiterbildung

Möglichkeiten der Gestaltung von Bundesregelungen für die Weiterbildung - Fachdialog mit den Vertretern des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages

GEW, IGM und ver.di ver.di GEW, IGM und ver.di
gewerkschaftliche initiative ver.di gewerkschaftliche initiative

 

4. November 2015 - Berlin

Die gewerkschaftliche Initiative „Bundesregelungen für die Weiterbildung“, von ver.di, IG Metall und GEW hat erstmals zu Beginn des Jahres 2000 ihre Vorschläge zur Gestaltung eines zukunftsfähigen Weiterbildungssystems in Deutschland vorgestellt. Die Vorschläge wurden überarbeitet und 2008 unter dem Titel „Notstand Weiterbildung“ veröffentlicht.

Vor dem Hintergrund der Entwicklung in einigen Nachbarländern wie z.B. der  Schweiz, die im Juni 2014 ein „Bundesgesetz über die Weiterbildung“ beschlossen hat oder Österreich, in dem seit 1998 die Bildungskarenz – d.h. geförderte Freistellung für die Teilnahme an Weiterbildung - und seit 2013 Bildungsteilzeit – bundeseinheitlich geregelt ist, haben wir in diesem Fachdialog das Gespräch wieder aufgenommen.

Mit Vertretern des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wurde über die Situation der Weiterbildung in Deutschland sowie über die Möglichkeiten der Gestaltung von Bundesregelungen für die Weiterbildung diskutiert.

Ziel der Veranstaltung war es u.a., die politische Machbarkeit von Bundesregelungen für die Weiterbildung auszuloten und ggf. den Aktualisierungsbedarf des Vorschlages festzustellen.

Die bereits vorhandenen Konzepte aus den europäischen Nachbarländern Österreich und Schweiz wurden von dortigen Experten präsentiert: Bernhard Grämiger, Schweizerischer Verband für Weiterbildung (SVEB), berichtete über das „Schweizerische Bundesgesetz“: Wie ist die Entwicklung zum Bundesgesetz zur Weiterbildung verlaufen? Wie funktioniert das Gesetz? Welche Erfolge, Erfahrungen gibt es?

Dr. Gernot Mitter, Arbeiterkammer Wien, Stell.-Abt.-Leiter Arbeitsmarktpolitik stellte Regelungen vor, die in Österreich die Möglichkeiten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern erweitern, Arbeit und Bildung zu vereinbaren (Bildungskarenz, Bildungsteilzeit, Fachkräftestipendium).

Prof. Dr. Gerhard Bosch, Institut für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen analysierte in seinem Vortrag die aktuelle Situation der Weiterbildung in Deutschland und machte detaillierte Vorschläge zu bundesweiten Regelungen in der Weiterbildung, im Besonderen auch zur Weiterbildungsfinanzierung über eine Fondslösung

In der sich anschließenden lebhaften und konstruktiven Diskussion wurde die Möglichkeit einer Bundestags-Enquete-Kommission zum Thema Weiterbildung in der nächsten Legislaturperiode thematisiert.

In denk-doch-mal.de, dem Online-Magazin von IG Metall und ver.di  (Ausgabe 2/2016) mit dem Thema „Für gute Bildung und gute Arbeit – Das Weiterbildungsgesetz bleibt auf der Agenda“ können ab dem 15. März 2016 aktuelle Informationen abgerufen werden.

Für weitere Informationen und Fragen steht die Koordinierungsstelle: Initiative Bundesregelungen für die Weiterbildung, ver.di-Bundesverwaltung, Bereich Weiterbildungspolitik, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin, Telefon: 030/6956-2862 oder per E-Mail: sabine.nandha@verdi.de zur Verfügung.