Berufsbildungspolitik

Steuerfachangestellte*r - Neuordnung nach 24 Jahren

Steuerfachangestellte*r - Neuordnung nach 24 Jahren

Die derzeitige Ausbildungsordnung stammt aus dem Jahr 1996 und erfordert an verschiedenen Stellen Modernisierungen. Sowohl in den Steuerberatungskanzleien als auch in der Finanzverwaltung haben in den letzten Jahren zunehmend elektronische Verfahren (Steuererklärung, Betriebsprüfung, Buchführung etc.) Einzug gehalten. Auch die Kommunikation mit den Mandant*innen hat sich in entsprechender Weise fortentwickelt. Diese Veränderungen wirken sich auf die Tätigkeit der Steuerfachangestellten aus und machen eine Neuordnung notwendig.

Ausbildung, Beruf, Steuerberatung iStock.com/ollo Steuerfachangestellte*r

Das Bundesinstitut für Berufsbildung hatte im Vorfeld auf Anregung der Sozialpartner bereits eine Evaluierung des Berufs vorgenommen und untersucht, welche aktuellen Anforderungen durch die Digitalisierung an das zukünftige Berufsbild gestellt werden.

Im Ergebnis sahen ver.di und die Bundessteuerberaterkammer sowie der Deutsche Steuerberaterverband die Notwendigkeit einer Neuordnung, die nach Gesprächen mit den zuständigen Ministerien nun startet.

Die Sozialpartner waren sich darüber hinaus einig, dass eine Aufwertung der Zwischenprüfung notwendig ist. Dazu planen sie Vorschläge, unter Beibehaltung des bestehenden Systems der Zwischen- und Abschlussprüfung nach § 48 Abs. 1 BBiG, zu entwickeln und die regionalen Steuerberaterkammern zur Umsetzung aufzufordern.

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