Berufsbildungspolitik

Neugeordneter Ausbildungsberuf "Hauswirtschafter*in"

Neugeordneter Ausbildungsberuf "Hauswirtschafter*in"

7. Mai 2020 - Zum 1. August 2020 tritt die neugeordnete Ausbildungsordnung "Hauswirtschafter*in" in Kraft. Der neue Beruf bietet ein breites Spektrum an Einsatzfeldern bei der hauswirtschaftlichen Versorgung und Betreuung von Menschen in Einrichtungen der Altenpflege, der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, von Wohngruppen, Schulen und Kindergärten oder auch in Kureinrichtungen und Krankenhäusern, Privathaushalten sowie landwirtschaftlichen Unternehmen, Beherbergungsbetrieben und Tagungshäusern.

Ausbildung, Beruf, Hauswirtschaft iStock.com/Halfpoint Hauswirtschafter*in

Gerade die aktuellen Herausforderungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie belegen, wie hoch der Stellenwert der in diesem Bereich beruflich Qualifizierten für das Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft sowie der Sicherung von Grundbedürfnissen ist.

ver.di war mit Sachverständigen der betrieblichen Praxis gemeinsam mit den Sozialpartnern, den zuständigen Bundesministerien und dem Bundesinstitut für Berufsbildung maßgeblich an der Modernisierung des Berufes beteiligt.

Im neugeordneten Beruf ist Nachhaltigkeit ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung; - vor allem bei der Beschaffung von Gebrauchs- und Verbrauchsgütern unter Berücksichtigung von Herkunft, Herstellung und langfristiger Nutzbarkeit.

In der zweiten Hälfte der Ausbildung können die angehenden Hauswirtschafter*innen ihre Kompetenz in einem der Schwerpunkte

  • "personenbetreuende Dienstleistungen",
  • "serviceorientierte Dienstleistungen" oder
  • "ländlich-agrarische Dienstleistungen"

vertiefen.

Im Nachgang zum Erarbeitungsverfahren wird derzeit eine Umsetzungshilfe erarbeitet, mit der die Implementierung der Ausbildungsordnung in die Ausbildungspraxis unterstützt werden soll.