Berufsbildungspolitik

Versicherungen und Finanzen - ein Ausbildungsberuf wird modernisiert

Versicherungen und Finanzen - ein Ausbildungsberuf wird modernisiert

Die Versicherungswirtschaft ist eine der Branchen, die unter dem Stichwort "Digitalisierung" in den letzten Jahren eine Vielzahl von Veränderungen erfahren hat. Arbeitsprozesse haben sich komplett verändert, aber auch die Produkte sind vielfältig, neu und individualisiert auf die Kund*innen zugeschnitten. Damit haben sich auch die Anforderungen an die Beschäftigten verändert. Eins ist jedoch gleich geblieben - nur qualifizierte Fachkräfte werden diesen Wandel gestalten können. ver.di hat sich daher gemeinsam mit den Arbeitgebern auf den Weg gemacht den Ausbildungsberuf "Kaufmann*frau für Versicherungen und Finanzen" neu zu ordnen.

Ausbildung, Beruf, Versicherung, Finanzen iStock.com/scyther5 Kaufmann*frau für Versicherungen und Finanzen

Besonderen Wert legen wir in diesem Neuordnungsprozess auf Kompetenzen, wie die fachlich qualifizierte Beratung der Kund*innen sowie die Fähigkeit in Veränderungsprozessen selbstbestimmt und kompetent sowie in sich immer wieder verändernden Teams gut agieren zu können. In den Eckwerten für die Neuordnung, die ver.di und die Arbeitgeber ausgehandelt haben, finden sich diese Kompetenzen auch wieder.

Passend zur Digitalisierung der Arbeitsprozesse in der Versicherungswirtschaft, fand die erste Sitzung der am Neuordnungsverfahren beteiligten Sachverständigen digital statt.

Übernommen hat ver.di darüber hinaus eine weitere Aufgabe; nämlich einen neuen Namen für den Ausbildungsberuf zu finden. Der bisherige Name ist ein Arbeitstitel, der geändert werden soll. Gemeinsam mit den Jugend- und Auszubildendenvertretungen, mit den Auszubildenden und natürlich auch mit allen Beschäftigten in der Versicherungswirtschaft, die sich der Ausbildung verbunden fühlen, wird hierfür ein neuer Name gesucht.

Bereits vor Beginn des Neuordnungsverfahrens hat sich ver.di mit Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft auseinandergesetzt und den Praxisreport "Wie ein Mensch denken, das kann der Bot nicht" veröffentlicht. Darin wird "Gute Praxis" im Umgang mit der Digitalisierung dargestellt. Es kommen betriebliche Akteure zu Wort, die die Herausforderungen diskutieren und darstellen, welche Strategien sie ergreifen, um digitale Prozesse in den betrieblichen Alltag zu integrieren. Die Publikation ist nebenstehend abrufbar.

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