Frühkindliche Bildung

Bundeseinheitliches Ausbildungsgesetz "staatlich anerkannte*r …

Bundeseinheitliches Ausbildungsgesetz "staatlich anerkannte*r Erzieher*in"

Die Bedingungen in der Tarif- und Besoldungsrunde des öffentlichen Dienstes für Bund und Kommunen 2020 waren schwierig, ein respektabler Abschluss ist gelungen. Unterschiedliche Berufsgruppen standen im Fokus, vor allem auch solche, die in Zeiten der Corona-Pandemie eine besondere Verantwortung tragen und dafür sorgen, dass Kinder den Kontakt zu Freunden aus der Kita nicht verlieren und Eltern weiterhin arbeiten können; - Erzieherinnen und Erzieher.

Ausbildung, Beruf, Erzieher iStock.com/omgimages Erzieher*in

Schon heute arbeiten rund eine Million Menschen im Bereich der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern und in der Kinder- und Jugendhilfe. Die meisten von ihnen sind Erzieher*innen. Und der Bedarf steigt weiter. Mit dem geplanten Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung für Kinder ergänzend zum Besuch der Grundschule und dem weiteren Ausbau der Kindertageseinrichtungen, sind zigtausende weitere Erzieher*innen auszubilden. Dabei ist es wichtig, dass die Bedingungen stimmen – in der Ausbildung und später im Beruf. Dafür macht sich ver.di stark.

ver.di fordert die Neugestaltung der Ausbildung zur/zum staatlich anerkannte*n Erzieher*in und hat einen Vorschlag erarbeitet: „Das bundeseinheitliche Ausbildungsgesetz für den Beruf „staatlich anerkannte*r Erzieher*in“.

Zentrale Ziele sind:

  • eine pädagogische Ausbildung mit einem Abschluss auf DQR-Niveau 6
  • gesetzlich verankerte Gebührenfreiheit der Ausbildung und Anspruch auf Ausbildungsvergütung
  • bundesweit einheitliche, sozialpartnerschaftlich erarbeitete Rahmencurricula und Ausbildungsrahmenpläne
  • das Recht auf Mitbestimmung im Ausbildungsbetrieb

Um die Zukunft zu meistern, muss der Beruf der/des Erzieher*in attraktiver werden. Der Fachkräftemangel in der Sozialen Arbeit braucht eine qualifizierte und auf Dauer angelegte Antwort. Dafür setzen wir uns ein.