Berufsbildungspolitik

Etikettenschwindel beim ausbildungsintegrierten dualen Studium …

Etikettenschwindel beim ausbildungsintegrierten dualen Studium gestoppt!

Duale Studiengänge erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. Ärgerlich ist nur, dass das, was von manchen Hochschulen als duale Studiengänge beworben wird, nicht immer dem entspricht, was tatsächlich angeboten wird. Zum Teil wird mit ausbildungsintegrierenden Studiengängen geworben, die den Eindruck vermitteln, dass eine duale Berufsausbildung mit einem Hochschulstudiengang verbunden wird.

So im Falle der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft GmbH (HMKW), die damit geworben hatte:

"Einmalig in Deutschland - das duale ausbildungsbegleitende Medienstudium an der HMKW! Als erste und bislang einzige Hochschule in ganz Deutschland hat die HMKW ein duales, ausbildungsbegleitendes Studienkonzept für den Medienbereich entwickelt, das in nur vier Jahren sowohl zu einem IHK-Berufsabschluss als auch zu einem Bachelor-Studienabschluss führt."

Tatsächlich sollte nicht eine anerkannte Ausbildung nach Ausbildungsordnung erfolgen, sondern lediglich eine Externenprüfung gem. § 45 Abs. 2 BBiG. Auf Grund des hartnäckigen Drängens von ver.di hat der Akkreditierungsrat Anfang 2018 entschieden, dass die Hochschule die Attribute "ausbildungsbegleitend" und "ausbildungsintegriert" für diese Studiengänge nicht nutzen darf.