Wissenschaftlicher Beraterkreis

Argumente: Welche bildungspolitische Position hat die AfD?

Argumente: Welche bildungspolitische Position hat die AfD?

Auf ihrem Bundesparteitag im Frühjahr 2016 hat die Alternative für Deutschland (AfD) ein Grundsatzprogramm beschlossen. Es ist in Gänze wie in einigen Teilen, z. B. zur Wirtschafts- und Sozialpolitik, bereits kritisiert worden. Bisher blieb aber weitgehend unbeachtet, was die AfD zur Bildungspolitik fordert. Deswegen setzt sich der Wissenschaftliche Beraterkreis von ver.di und IG Metall mit den zentralen bildungspolitischen Forderungen der AfD auseinander, die im Grundsatzprogram formuliert und im Wahlprogramm vor wenigen Wochen bestätigt werden.

Die zentralen Forderungen werden im "ARGUMENTE"-Papier herausgearbeitet, bewertet und auf die hinter ihnen liegenden sozialen und gesellschaftlichen Problemlagen analysiert. Es wird gefragt, welche Themen angesprochen werden und welche nicht. Es wird gefragt, in welchem Interesse die Forderungen sind, wem sie nutzen und wem nicht; - und es werden die angebotenen Lösungen diskutiert.

Alles in allem kann man sagen: Die bildungspolitischen Vorstellungen der AfD sind rückwärtsgewandt. Die AfD hat keine Vorstellung davon, welche Möglichkeiten Bildungspolitik zur sozialen Gestaltung der aktuellen, sozialen, politischen und technologischen Herausforderungen hat. Vorschläge für mehr Bildungsgerechtigkeit fehlen, sie sind im Gegenteil dazu angetan, die Ungleichheit der Bildungschancen weiter zu verschärfen. Die Forderungen würden, wenn  sie politisch umgesetzt würden, keinen Beitrag zur Verbesserung der Bildungschancen der Arbeitnehmer*innen und der sozial Schwachen in dieser Gesellschaft leisten.

Axel Bolder, Mitglied des Beraterkreises und maßgeblich an der Veröffentlichung beteiligt, stellt sich in einem Interview den Fragen der IG Metall. In einem neuen Format, den "Argumenten", stellt er die Ergebnisse seiner Recherchen vor.